Tipps, wie Sie Ihre Produkte für den Shop richtig gut ablichten

Das ordentliche Fotografieren Ihrer Produkte ist ein wichtiges Element für den professionellen Onlineshop.

Das ordentliche Fotografieren Ihrer Produkte ist ein wichtiges Element für den professionellen Onlineshop. Studien zeigen, dass gut gemachte Produktfotos deutlichen Einfluss auf Ihren Umsatz haben und nicht zuletzt auf für einen besseren Traffic sorgen können. Wann immer möglich, bieten Sie Ihren Interessenten immer die Sicht aus mehreren Blickwinkeln auf ein Produkt an. Mehrere optimale Ansichten können verkaufsentscheidend sein. Nachfolgend finden Sie einige flotte Tipps, wie Sie gute Aufnahmen für Ihren Onlineshop machen.

  1. Setzen Sie immer einen sauberen und neutralen Hintergrund ein. Dafür nutzen Sie beispielsweise einen großen weißen Fotokarton. In L-Form gebogene Hintergründe funktionieren hierbei am besten. Experimentieren Sie dabei ruhig auch mit unterschiedlichen Farben entsprechend den abzulichtenden Produkten.
  2. Nutzen Sie als Location einen Ort, wo entweder ausreichendes natürliches Licht, z .B. morgens oder späterer Vormittag, vorhanden ist oder aber nutzen Sie mehrere Energiesparlampen, die dem natürlichen Spektrum des Lichts entsprechen, bspw. in 11 oder 18 Watt. Mischen Sie dabei keine unterschiedlichen Lichtquellen.
  3. Wenn Sie natürliches Licht einsetzen möchten, so setzen Sie Styroporplatten, Spiegel oder auch wiederum weißen Fotokarton ein, dunkle Partien der Szenerie gezielt und natürlich aufzuhellen.
  4. Wenn Sie künstliches Licht einsetzen, so experimentieren Sie mit verschiedenen Positionen der Lichtquellen. Das Ziel ist es, möglichst weiches Licht ohne harten Schattenwurf zu erzielen. Mit einem 3-Punkt-Lichtsystem mit einem Führungslicht, einem Aufhelllicht und einem Kantenlicht, so wie es auch professionelle Studios machen, werden Sie gute Ergebnisse erzielen.
  5. Stellen Sie ein Stativ ca. drei Meter entfernt vom Produkt auf, wenn es sich um ein recht kleines Objekt handelt. Ist es größer, so können Sie durchaus noch weiter zurück gehen.
  6. Platzieren Sie die Kamera so auf dem Stativ, dass sie sich auf einer nahezu waagerechten Ebene mit dem Mittelpunkt des zu fotografierenden Produkts befindet.
  7. Benutzen Sie nach Möglichkeit eine Kamera, bei der Sie die während des Fotografierens genutzte Blende fest auf einen Wert einstellen können, z .B. »F22«. Die verwendete ISO-Zahl für die Sensorempfindlichkeit sollte nicht zu hoch sondern vielmehr bei 100 oder 200 liegen. Damit vermeiden Sie unschönes Rauschen in den späteren Bildern.
  8. Wenn Sie eine einfache Schnappschusskamera einsetzen, so vermeiden Sie unter allen Umständen den Einsatz des digitalen Zoom. Das verschlechtert nur unnötig die Bildqualität.
  9. Die Brennweite sollte zwischen 50 und 75 mm liegen, bewegen Sie sich nötigenfalls mit dem Stativ, damit das Produkt den Bildausschnitt optimal füllt, lassen Sie aber dennoch immer ausreichend neutralen Raum rund um das Objekt. Mit diesen Brennweiten vermeiden Sie unschöne Verzerrungen, wie Sie bei Weitwinkel-Brennweiten zwischen 18 und 50 mm auftreten können.
  10. Denken Sie an den richtigen Fokus, also die Scharfstellung auf das zu fotografierende Objekt. In der Regel erledigt die Kamera das für Sie.
  11. Ihre Kamera ist nun so eingerichtet, scharfe und detailreiche Bilder mit einer recht langen Belichtungszeit aufzunehmen. Um Verwackler beim manuellen Auslösen zu vermeiden, setzen Sie den eingebauten Selbstauslöser der Kamera ein.
  12. Starten Sie den Selbstauslöser. Dieser benötigt einige Sekunden des Countdowns und wird dann eine Aufnahme mit einer Belichtungszeit von ggf. mehreren Sekunden auslösen. Wie gesagt, damit erhalten Sie ein von vorne bis hinten durchgehend scharfes Bild vom Produkt. Experimentieren Sie ruhig ein wenig mit dem Licht, der Blendeneinstellung und der Belichtungszeit.
  13. Schauen Sie doch einmal in Ihr Handbuch zu Kamera. Haben Sie die Möglichkeit, ein »Histogramm« aufzurufen? Ein Histogramm zeig Ihnen, ob Ihre Aufnahmen in Hell-Dunkel-Bereichen ausreichend gut belichtet sind. So sehen Sie schon während der Arbeit, ob evtl. grobe Patzer korrigiert werden müssen.
  14. Nach den Aufnahmetätigkeiten folgt ein wenig Arbeit mit einem Bildbearbeitungsprogramm. Vielleicht müssen Sie hier und da die Belichtung oder auch ein wenig den Weißabgleich korrigieren. Vielleicht können Sie auch den einen oder anderen Flecken korrigieren. Machen Sie so das Beste aus Ihren Aufnahmen.
  15. Versuchen Sie außer neutralen Hintergründen auch einmal kleine Szenerien, die zu den Produkten, die Sie fotografieren möchten, passen – je nachdem, wie Sie sie präsentieren möchten. Drehen Sie die Objekte und fotografieren Sie aus verschiedenen Blickwinkeln heraus. Haben Sie Spass dabei und Ihre Kunden werden sich später ein wirklich gutes Bild von Ihren Artikeln machen können.